Die Kunst des Shibori

Das japanische Shibori ist eine Art Batik, traditionell, perfektionistisch, präzise. Doch Japaner batiken nicht einfach mit Farbe, sondern sie geben ihrer  feinen Seide gleichzeitig eine neue Form. Die Methode wurde bereits im  17. Jahrhundert entwickelt. Heute steht Shibori für modernes japanisches Design, in traditioneller Handwerkskunst gefertigt.

Die Farbmuster und Formen entstehen durch das gezielte Abbinden bzw. Vernähen der Seide vor dem Färben. Viele tausende Nadelstiche bzw. Bindungen sind notwendig, um ein großes Tuch zu kreieren.

Runde, kleine und große spitze Wellen, längsverlaufende winzige Fältchen: sie geben den hauchzarten Seidentüchern ihre Form und kräftiges Volumen. Dabei wiegen die Tücher nur zwischen 50 und 150 Gramm und schmiegen sich sanft der Haut an. Das Material aus 100% Seide lässt die Farben kräftig leuchten.

Die Tücher können einfach um den Hals geschlungen oder zu einer Blüte gebunden, als Stola oder Weste getragen werden – oder auf die individuelle Art und Weise ihrer Trägerin. Sie sind ein absoluter Hingucker und extravagantes Accessoire.

Die Shibori-Tücher im Stilhäuschen stammen aus einem kleinen Betrieb in Kyoto. Die Stadt auf der Hauptinsel Honshu liegt unweit von Osaka im südlichen Teil Japans. Sie ist die kulturelle Hauptstadt des Landes und bekannt für ihre traditionellen Handwerksbetriebe, insbesondere für seine Seidenmanufakturen, die Kimono- und Shibori-Fertigung.

Das Stilhäuschen bezieht die Tücher direkt aus dieser kleinen japanischen Manufaktur. Kleine Unregelmäßigkeiten gehören zum Charme der Handarbeit. Denn jedes Shibori-Tuch ist ein Unikat.

 

 

Fotos: Japanerinen © rodjulian/fotolia.com, © naka/fotolia.com, Origami Schmetterling © Mandrixta/fotolia.com

 

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